MOVA LiDAX Ultra 800, 1000, 1200 und 1600: welches Modell passt wirklich zu deinem Garten? (2026)

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Die MOVA LiDAX Ultra Serie ist spannend für alle, die einen Mähroboter ohne Begrenzungskabel und ohne RTK-Antenne suchen. LiDAR statt Satellitenmast klingt nach einfacher Einrichtung, weniger Zubehör im Garten und sauberer Navigation entlang virtueller Grenzen. In vielen Nutzerberichten wird genau das gelobt: schnelles Mapping, leiser Betrieb, gerade Bahnen und eine App, mit der man recht schnell zurechtkommt.

Ganz ohne Haken ist die Serie aber nicht. Wer einen Garten mit vielen 90°-Ecken, schmalen Randsteinen, weichem Boden, scharfen Beetkanten, Fallrohren oder frisch angelegtem Rasen hat, sollte genauer hinschauen. In Foren und Reddit-Berichten tauchen immer wieder Themen wie stehenbleibendes Gras in Ecken, aggressive Wendemanöver, Radspuren, Lift-Fehler auf unebenem Boden, Schwierigkeiten beim Finden der Basisstation und gelegentliche Verbindungsprobleme auf.

Dieser Artikel ist deshalb keine Werbebroschüre, sondern eine praktische Einordnung für Besitzer und Käufer der MOVA LiDAX Ultra Modelle 800, 1000, 1200 und 1600. Es geht um die Frage: Welches Modell reicht wirklich, wo muss man nacharbeiten, und welche Rolle spielen Messerscheibe, Klingenanzahl und Wartung für ein sauberes Schnittbild?

MOVA LiDAX Ultra 800, 1000, 1200 oder 1600: welches Modell passt zu welcher Rasenfläche?

Die Zahl im Modellnamen steht grob für die empfohlene Flächenklasse: 800 m², 1000 m², 1200 m² und 1600 m². In der Praxis sollte man diese Werte nicht als harte Leistungszusage verstehen. Entscheidend sind nicht nur Quadratmeter, sondern auch Gartenform, Engstellen, Steigungen, getrennte Zonen, Mähfrequenz, Ladepausen und wie viel Zeit der Roboter täglich unterwegs sein darf.

Viele Nutzer, die zwischen zwei Größen schwanken, tendieren nach den ersten Wochen eher zum größeren Modell. Der Grund ist simpel: Ein Mähroboter, der theoretisch zur Fläche passt, kann bei komplexer Geometrie trotzdem sehr lange unterwegs sein. Ein Nutzer mit etwa 800 m² berichtete zum Ultra 1000 von einem kompletten Durchlauf inklusive Laden über viele Stunden. Das ist nicht automatisch schlecht, aber wer abends Ruhe im Garten haben will, sollte Reserve einplanen.

ModellHersteller-FlächeSchnittbreite / HöheNavigationPraktische Einschätzung
LiDAX Ultra 800bis ca. 800 m²ca. 20 cm / 30–100 mm3D-LiDAR, virtuelle GrenzenSinnvoll für kompakte Gärten, wenn wenige Zonen und überschaubare Steigungen vorhanden sind.
LiDAX Ultra 1000bis ca. 1000 m²ca. 20 cm / 30–100 mm3D-LiDAR, App-Mapping, No-go-ZonenDer typische Sweet Spot für mittlere Hausgärten; bei 800 m² realer Fläche aber nicht überdimensioniert.
LiDAX Ultra 1200bis ca. 1200 m²ca. 20 cm / 30–100 mm3D-LiDAR, UltraTrim, ZonensteuerungInteressant, wenn der Ultra 1000 knapp wirkt. Konkrete Nutzerprobleme zum 1200 sind bisher weniger sichtbar.
LiDAX Ultra 1600bis ca. 1600 m²ca. 20 cm / 30–100 mm3D-LiDAR, bei größeren Varianten stabilere KonnektivitätFür größere, komplexere Gärten besser geeignet; Reserve ist hier wichtiger als die reine Maximalfläche.

Meine Faustregel aus Service-Sicht: Bei einfachen, rechteckigen Flächen kann man näher an der Herstellerangabe bleiben. Bei verwinkelten Grundstücken, getrennten Rasenflächen, häufigen Engstellen oder Hanglagen sollte man mindestens eine Modellklasse Reserve einplanen. Das entlastet Akku, Ladezyklen und Zeitplan.

MOVA LiDAX Ultra Mähroboter mit LiDAR-Navigation auf Rasenfläche
Die LiDAX-Ultra-Serie setzt auf 3D-LiDAR und systematische Fahrmuster statt Begrenzungsdraht oder RTK-Antenne.

LiDAR statt RTK: wie einfach sind Setup, Mapping und getrennte Zonen wirklich?

Der größte Reiz der MOVA LiDAX Ultra Serie ist die Einrichtung ohne Begrenzungskabel. Statt Draht zu verlegen, wird die Fläche in der App kartiert. Der Roboter nutzt 3D-LiDAR, Kamera- und Umgebungsdaten, um seine Position zu bestimmen und virtuelle Grenzen abzufahren.

Viele Nutzer beschreiben das Setup als angenehm einfach. Auto-Mapping funktioniert in vielen Gärten brauchbar, manuelles Mapping wird aber häufig als genauer empfunden. Das deckt sich mit meiner Erfahrung bei kabellosen Mährobotern: Wer beim ersten Mapping sauber arbeitet, erspart sich später viele Ärgernisse an Kanten, Beeten und Durchfahrten.

Getrennte Rasenflächen und Wege

Ein häufiger Praxisfall ist der Vordergarten plus Hintergarten, getrennt durch Pflaster, Terrasse oder einen schmalen Weg. Die LiDAX-Ultra-Modelle können mit Zonen und Fahrwegen umgehen, aber der Übergang muss realistisch sein. Der Weg sollte eben, ausreichend breit und für die Räder gut befahrbar sein.

Wenn der Roboter über eine flache Steinfläche fahren soll, darf die virtuelle Route nicht zu eng an Mauern, Stufen oder Kanten liegen. Bei schmalen Durchgängen lohnt es sich, die ersten Fahrten zu beobachten. Viele Probleme entstehen nicht beim Mähen selbst, sondern beim automatischen Wechsel zwischen zwei Bereichen.

Station, Garage und Freiraum

In Foren taucht auch die Frage auf, wie viel Freiraum die Basisstation wirklich braucht. Gerade beim LiDAX Ultra 800 wollten Nutzer wissen, ob eine selbst gebaute Garage mit Seitenwänden die Orientierung stört. Der Punkt ist berechtigt: LiDAR-Roboter brauchen nicht nur Platz zum Ein- und Ausfahren, sondern auch eine verlässliche Umgebungserkennung rund um die Station.

Eine Garage sollte daher nicht zu eng gebaut werden. Wenn Seitenwände direkt neben der Station stehen, können Einfahrt, Ausfahrt oder Wiederfinden der Basis schwieriger werden. Ich würde zuerst einige Tage ohne Garage testen und erst danach eine Abdeckung bauen, die seitlich und vorne großzügig offen bleibt.

Kanten, 90°-Ecken und UltraTrim: wo Nutzer trotzdem nacharbeiten müssen

MOVA bewirbt UltraTrim als Lösung für bessere Randbearbeitung. In der Praxis ist die Kantenleistung tatsächlich einer der interessanteren Punkte der Serie. Einige Nutzer loben, dass der Roboter sehr nah an Begrenzungen heranfährt und durch das verschiebbare Mähdeck besser an Ränder kommt als klassische Mähroboter mit mittiger Scheibe.

Gleichzeitig ist genau dieser Bereich ein wiederkehrender Kritikpunkt. In Nutzerberichten wird mehrfach erwähnt, dass scharfe 90°-Ecken nicht sauber ausgemäht werden. Der Roboter fährt dann zwar an der Kante entlang, trifft die Ecke aber nicht aktiv genug. Das Ergebnis: In der Ecke bleibt ein Grasbüschel stehen, das später mit Trimmer oder Schere nachgearbeitet werden muss.

Das ist kein reines MOVA-Problem. Fast alle Mähroboter kämpfen mit Innenwinkeln, hohen Mauern, schmalen Randsteinen und Beeteinfassungen. Der Unterschied liegt darin, wie viel Nacharbeit übrig bleibt. Wer einen Garten mit vielen rechtwinkligen Kanten, Poolumrandungen oder Hochbeeten hat, sollte UltraTrim nicht als vollständigen Ersatz für Nachtrimmen verstehen.

Warum die Messerscheibe hier wichtig wird

Bei Kanten zählt nicht nur die Navigation, sondern auch die Schneidleistung. Stumpfe Klingen fransen Gras aus, reißen Halme eher ab und hinterlassen an Randbereichen schneller ein unruhiges Schnittbild. Gerade wenn der Roboter in Ecken nur ein- oder zweimal knapp vorbeikommt, sollten die Messer sauber schneiden.

Für Besitzer der Modelle 800, 1000, 1200 und 1600 kann eine passende messerscheibe 6 klingen interessant sein, wenn das Schnittbild gleichmäßiger werden soll und die Originalbestückung ersetzt oder aufgewertet werden muss. Mehr Klingen bedeuten nicht automatisch Wunder an jeder Ecke, aber sie können bei regelmäßiger Fahrt für ein dichteres und saubereres Schnittbild sorgen.

Wichtig bleibt: Die beste Messerscheibe ersetzt kein korrektes Mapping. Wenn eine virtuelle Grenze zu weit innen liegt, kann auch eine neue Scheibe das stehengebliebene Gras nicht erreichen. Erst Grenze prüfen, dann Klingen und Scheibe beurteilen.

MOVA LiDAX UltraTrim Kantenmähfunktion an Rasenrand und Pflaster
UltraTrim hilft an vielen geraden Kanten, ersetzt bei 90°-Ecken und komplexen Randgeometrien aber nicht immer die manuelle Nacharbeit.

Steigungen, nasser Boden und unebener Rasen: die Grenzen von 2WD und AWD

Die LiDAX-Ultra-Modelle werden mit guter Geländegängigkeit beworben. In vielen Gärten funktioniert das ordentlich, vor allem wenn der Boden trocken ist und die Räder sauber bleiben. Nutzer berichten, dass der Ultra 1000 mit einigen steileren Stellen zurechtkommt, solange keine tiefen Kuhlen, Maulwurfshügel oder matschigen Passagen im Weg liegen.

Die problematischen Berichte drehen sich weniger um normale Steigung, sondern um Traktion und Sensorik. Ein Nutzer schilderte bei einem AWD-Gerät wiederholte Stopps auf unebenem Rasen mit der Meldung, der Roboter sei angehoben worden. Andere vermuteten Firmware, Sensoren oder Rutschen am Hang als Ursache. Solche Einzelfälle sind nicht automatisch repräsentativ, zeigen aber, dass LiDAR und Allrad keine Garantie für jeden unruhigen Garten sind.

Radspuren und aggressive Wendemanöver

Mehrfach genannt werden Wendemanöver. Besonders auf neuem, weichem oder feuchtem Rasen können U-Turns die Grasnarbe belasten. Ein Nutzer berichtete, dass bei Wenden Gras herausgerissen wurde. Ein anderer konnte das Problem entschärfen, indem er die Mährichtung um 90° änderte.

Das ist ein sehr praktischer Tipp: Wenn Spuren immer an denselben Stellen entstehen, nicht sofort den Roboter abschreiben. Erst Mährichtung, Startpunkte, Mähhäufigkeit und Regenverhalten prüfen. Bei frischem Rasen sollte der Roboter nicht täglich mit engen Wenden über dieselben weichen Stellen fahren.

Weicher Boden und Radspikes

Beim Ultra 1000 wurde außerdem berichtet, dass sich Steine, Zweige oder Schmutz in den langen Radprofilen festsetzen können. Das klingt banal, kann aber die Traktion und das Fahrverhalten beeinflussen. Wenn der Roboter plötzlich unruhiger fährt, schlechter wendet oder Spuren zieht, lohnt sich ein Blick auf die Räder.

Zur Wartung gehört deshalb nicht nur der Messerwechsel. Unterboden, Radprofil, Messerteller und Mähdeck sollten regelmäßig kontrolliert werden. Besonders nach Regenperioden, feuchtem Schnittgut oder Fahrten durch Erde kann sich eine grüne, klebrige Schicht bilden.

Akku, Ladepausen und reale Flächenleistung: warum „größer kaufen“ oft sinnvoll ist

Die reale Flächenleistung hängt stark vom Garten ab. Ein einfacher Rechteckrasen ist schnell erledigt. Ein Grundstück mit Inseln, Beeten, Engstellen, Fahrwegen, mehreren Zonen und vielen Hindernissen kostet deutlich mehr Zeit. Deshalb sind Herstellerangaben immer nur ein Ausgangspunkt.

In Nutzerberichten wird besonders bei den kleineren Modellen diskutiert, ob man besser eine Nummer größer kaufen sollte. Der Hintergrund: Wenn der Roboter oft laden muss, verlängert sich der gesamte Mähzyklus. Das ist nicht dramatisch, solange der Zeitplan passt. Es kann aber stören, wenn der Mäher den ganzen Tag über immer wieder unterwegs ist.

Beim Ultra 1000 mit rund 800 m² realer Mähfläche wurde von einem langen Komplettdurchlauf inklusive Ladepausen berichtet. Das zeigt gut, warum 1000 m² auf dem Papier nicht bedeuten, dass 1000 m² in jeder Gartensituation schnell erledigt sind. Wer 900 m² verwinkelten Rasen hat, sollte eher zum 1200 oder 1600 greifen.

Mehr Klingen für kürzere Halme und sauberes Schnittbild?

Eine leistungsfähigere Messerscheibe erhöht nicht die Akkukapazität, kann aber das Schnittbild stabilisieren. Bei häufigem Mähen werden meist nur wenige Millimeter Halm gekappt. Dann ist eine saubere, scharfe Schneide wichtiger als rohe Motorleistung.

Wer seinen LiDAX Ultra regelmäßig laufen lässt und ein dichteres Schnittbild möchte, kann eine messerscheibe 7 klingen als Alternative zur Standardbestückung prüfen. Sie ist besonders interessant, wenn der Roboter viele kurze Bahnen fährt und die Halme möglichst gleichmäßig erfassen soll.

Bei höherem Gras gilt trotzdem: Nicht zu viel auf einmal abverlangen. Besser die Schnitthöhe stufenweise senken und den Roboter häufiger fahren lassen. Lange, nasse Halme erhöhen die Belastung am Mähdeck und verschmutzen die Unterseite schneller.

Hinderniserkennung in der Praxis: Rohre, Fallrohre, Unkraut, Pool und No-go-Zonen

Die Hinderniserkennung der LiDAX-Ultra-Serie wird in vielen Berichten als gut, aber nicht unfehlbar beschrieben. Größere Objekte, Menschen, Tiere und auffällige Gegenstände werden in der Regel besser erkannt als flache, seitliche oder dunkle Hindernisse. Genau hier liegen die typischen Problemfälle.

Ein Nutzerbericht zum Ultra 2000 nennt Rinnenverlängerungen, Fallrohre, Abluftleitungen und ähnliche niedrige Bauteile als Schwachpunkt. Der Roboter kann darüberfahren, dagegenstoßen oder hängen bleiben, wenn das Objekt für die Sensorik ungünstig liegt. Für die Modelle 800 bis 1600 sollte man daraus lernen: Kritische Objekte nicht einfach der Hinderniserkennung überlassen.

No-go-Zonen sauber anlegen

Poolränder, Spielgeräte, sehr flache Beetbegrenzungen, hervorstehende Rohre und tiefe Kanten gehören als No-go-Zone oder klare Grenze in die Karte. Bei runden Beeten sollte man nicht zu knapp mappen. Lieber 3 bis 5 cm Reserve einplanen, als später Kratzer am Gehäuse oder blockierte Messer zu riskieren.

Bei Hundekot gibt es in den Nutzerberichten keine belastbare Entwarnung. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass der Roboter solche Hindernisse zuverlässig erkennt. Wer Hunde im Garten hat, sollte vor dem Mähfenster kontrollieren. Das ist weniger elegant, aber sehr viel angenehmer als eine verschmutzte Messerscheibe und ein verklebter Unterboden.

Hohes Unkraut und Löwenzahn

Einige Nutzer berichten, dass höheres Unkraut nicht zwingend zum Problem wird. Trotzdem sollte man die Erwartung realistisch halten: Ein Mähroboter ist kein Freischneider. Wenn Löwenzahn, harte Stängel oder nasse Büschel stehen bleiben, liegt das oft nicht an der Navigation, sondern an Klingenzustand, Schnitthöhe und Mähfrequenz.

Wer häufig zähe Halme oder ungleichmäßige Flächen hat, sollte die Klingenintervalle verkürzen. Stumpfe Klingen sind einer der häufigsten Gründe für ausgefranste Spitzen, braune Schnittkanten und lauter werdende Messerteller.

App, Mähmuster und Zonensteuerung: Crisscross, Checkerboard und Fahrwege

Die App wird in vielen Erfahrungsberichten als solide bis umfangreich beschrieben. Nutzer loben vor allem Zonen, Fahrwege, Mähpläne und die Möglichkeit, Mährichtungen anzupassen. Genau diese Einstellungen sind wichtig, wenn der Roboter Spuren zieht, an Hängen rutscht oder Ecken nicht optimal trifft.

Mähmuster wie systematische U-Bahnen, wechselnde Richtungen, Crisscross oder schachbrettartige Muster sind nicht nur optisch interessant. Sie verteilen Fahrspuren besser und verhindern, dass die Räder immer dieselben Linien belasten. Bei weichem Boden kann das den Unterschied zwischen sauberem Rasen und sichtbaren Wendestellen machen.

Für getrennte Zonen sollte man eigene Mähzeiten und Höhen prüfen. Eine schattige, feuchte Fläche muss nicht denselben Plan bekommen wie eine sonnige Hauptfläche. Auch die Kantenfahrt kann je nach Bereich unterschiedlich sinnvoll sein. An einer Mauer bringt UltraTrim mehr als an einer weichen Beetkante, bei der die Räder einsinken.

Wenn der Schnitt trotz guter App unruhig bleibt

Dann lohnt sich der Blick unter den Roboter. Sitzen alle Klingen frei beweglich? Sind Schrauben fest, aber nicht verklemmt? Hat sich Gras um den Messerteller gelegt? Gibt es Geräusche, die vorher nicht da waren?

Für Nutzer, die ein sehr feines Schnittbild anstreben oder bei dichterem Rasen mehr Schneidpunkte wünschen, kann eine messerscheibe 9 klingen eine passende Lösung sein. Besonders bei regelmäßigem Kurzschnitt kann eine höhere Klingenanzahl helfen, Halme gleichmäßiger zu treffen. Voraussetzung bleibt aber, dass das Mähdeck sauber ist und der Roboter nicht durch zu hohes, nasses Gras gequält wird.

Bekannte Probleme und Troubleshooting: Basisstation, Orientierung, Verbindung, Geräusche

In deutschen Foren tauchen mehrere Problemcluster auf: Basisstation wird nicht gefunden, Roboter wirkt orientierungslos, Verbindung zur App bricht ab oder der Messerteller macht ungewöhnliche Geräusche. Nicht alle Fälle lassen sich ohne vollständige Fehlerbeschreibung bewerten, aber die Reihenfolge bei der Fehlersuche ist in der Praxis fast immer ähnlich.

1. Basisstation wird nicht zuverlässig gefunden

Prüfe zuerst die Aufstellung. Steht die Station eben? Gibt es seitlich zu enge Wände, Metallteile, hohe Hindernisse oder eine zu knappe Ausfahrt? Wurde nach dem Umstellen neu gemappt? Eine kleine Veränderung an der Station kann bei kabellosen Robotern größere Folgen haben, als man erwartet.

2. Roboter fährt orientierungslos oder meldet Positionierungsprobleme

Hier helfen drei Schritte: App und Firmware prüfen, Karte kontrollieren, Umgebung vergleichen. Hat sich etwas im Garten stark verändert, etwa neue Möbel, große Pflanzkübel, Baustellenmaterial oder eine neue Garage? LiDAR ist robust, aber nicht blind gegenüber veränderter Umgebung.

3. Verbindung zur App klappt nicht mehr

Bei Verbindungsproblemen zuerst zwischen Bluetooth, WLAN und Mobilfunk unterscheiden. Nah am Roboter testen, Routerabdeckung prüfen und die App nicht vorschnell als alleinige Ursache sehen. Bei größeren Flächen oder weiter entfernter Station kann ein schlechter WLAN-Standort die eigentliche Ursache sein.

4. Geräusche am Messerteller oder Mähdeck

Komische Geräusche sollten ernst genommen werden. Häufige Ursachen sind verbogene Klingen, festgesetzte Zweige, Graswickel, lockere Schrauben oder ein verschmutzter Messerteller. Vor jeder Kontrolle gilt: Roboter ausschalten, sichern und nur mit Handschuhen an Klingen und Scheibe arbeiten.

Wenn das Geräusch nach Reinigung und Messerwechsel bleibt, sollte der Roboter nicht weiterlaufen. Ein blockierter oder schleifender Messerteller kann Folgeschäden verursachen. Gerade bei jungen Modellserien ist es sinnvoll, Servicefälle sauber zu dokumentieren: Foto, Video, Fehlermeldung, Datum und betroffene Zone.

Häufige Fragen

Reicht der MOVA LiDAX Ultra 800 für 700 bis 800 m²?

Für einfache, offene Flächen kann der Ultra 800 reichen. Bei verwinkelten Gärten, mehreren Zonen, Steigungen oder vielen Kanten würde ich eher zum Ultra 1000 oder 1200 greifen. Die Reserve macht sich bei Ladepausen und täglicher Laufzeit bemerkbar.

Ist LiDAR besser als RTK?

Nicht pauschal, aber LiDAR ist für viele Hausgärten angenehmer einzurichten, weil keine RTK-Station mit freier Sicht zum Himmel nötig ist. Bei Mauern, Bäumen und verwinkelten Bereichen kann das ein Vorteil sein. Trotzdem muss die Karte sauber erstellt und die Station gut platziert werden.

Mäht UltraTrim wirklich bis ganz an die Kante?

An geraden, gut zugänglichen Kanten kann UltraTrim sehr gut funktionieren. In 90°-Ecken, an hohen Mauern, engen Innenwinkeln und unregelmäßigen Beetkanten bleibt aber oft Nacharbeit. Wer perfekte Ecken erwartet, wird auch bei der LiDAX-Ultra-Serie enttäuscht.

Was tun bei Radspuren oder herausgerissenem Gras?

Zuerst Mährichtung wechseln, Mähhäufigkeit reduzieren und nicht bei nassem oder sehr weichem Boden mähen lassen. Bei frischem Rasen sollte der Roboter vorsichtiger eingesetzt werden. Zusätzlich Räder reinigen und prüfen, ob sich Steine oder Zweige im Profil festgesetzt haben.

Wie oft sollten Klingen und Messerscheibe kontrolliert werden?

Bei normalem Betrieb sollten die Klingen alle paar Wochen geprüft werden, bei sandigem Boden, vielen Ästen oder dichtem Bewuchs häufiger. Wenn das Schnittbild franst, der Roboter lauter wird oder Halme stehen bleiben, sind Klingen und Messerteller die ersten Verdächtigen.

Fazit: MOVA LiDAX Ultra ist stark, aber kein Zauberer

Die MOVA LiDAX Ultra Modelle 800, 1000, 1200 und 1600 sind besonders interessant für Nutzer, die keinen Begrenzungsdraht verlegen und keine RTK-Antenne im Garten aufstellen möchten. LiDAR-Mapping, App-Zonen, systematische Bahnen und UltraTrim machen die Serie technisch sehr attraktiv.

Die echten Nutzerberichte zeigen aber auch klare Grenzen. 90°-Ecken bleiben schwierig, weicher Boden kann unter Wendemanövern leiden, niedrige Rohre und Fallrohre sollten als No-go-Zonen abgesichert werden, und bei großen oder komplexen Flächen lohnt sich fast immer eine Modellreserve.

Wer einen einfachen Garten hat, wird mit dem Ultra 800 oder 1000 oft gut zurechtkommen. Wer 900 m² oder mehr, mehrere Zonen, Hanglagen oder viele Kanten hat, sollte den Ultra 1200 oder 1600 ernsthaft prüfen. Und unabhängig vom Modell gilt: Saubere Karten, eine gut platzierte Station, scharfe Klingen und eine passende Messerscheibe entscheiden am Ende darüber, ob der LiDAX Ultra nur fährt – oder wirklich sauber mäht.

Tipp: Alle passenden Ersatz-Messerscheiben und Mähteller für MOVA finden Sie in unserer Übersicht: Messerscheiben für MOVA.

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